Schlachthof St. Marx.

 

Das uneinheitliche Gelände konfrontiert in seiner Anlage verschiedene Zeitzonen: Die Schlachthallen, die betonierten Vorplätze, die Stadtautobahn.

Im Konflikt dieser Pole, beim Geräusch der Stadt, wird es unmöglich Illusionsräume aufzubauen. Die Realität ist als „störendes“ Moment immer vorhanden. Die karge Weiträumigkeit der Anlage steht im Widerspruch zur Enge und Kleinteiligkeit der Stadt. Ein verlassener Ort.

 




In die Struktur der Räume wird nicht eingegriffen (keine Dekoration). Mit ihnen soll gearbeitet werden, wie sie sind. Theaterlicht wird nur reduziert, funktional eingesetzt.





Die architektonische Anordnung von St. Marx sprengt alle Gesetze von Theater - Akustik, Perspektive etc. Distanzen sind nicht angedeutet, sondern real. Auf Grundlage der Texte müssen Techniken entwickelt werden, so daß das gesamte Schlachthausgelände als theatralisches System bearbeitet werden kann.